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Jugend in Bewegung


Das Projekt Jugend in Bewegung ist für Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren, welche ihren "richtigen" Berufs- und Lebensweg noch nicht gefunden haben und deshalb auch den Sprung in ein erfolgreiches Berufsleben noch nicht meistern konnten. Die TeilnehmerInnen sind daher arbeitsuchend.
Da dieses Projekt vor allem für jene Jugendliche konzipiert ist, deren Bedürfnissen in den bisherigen Schulungsmaßnahmen nicht erreicht werden konnten, ist das oberste Ziel dieser Maßnahme dem Jugendlichen wieder Halt und ihr/ihm eine neue Perspektive in ihrem Berufsleben zu geben. Vorrangig dabei ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Defiziten der TeilnehmerInnen. Daher wird neben der Schulung der Persönlichkeit und der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen eine umfangreiche Berufsorientierung inklusive der Absolvierung unterschiedlicher Praktika durchgeführt. Um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen, gliedert sich das Projekt in 4 Phasen, welche nahtlos in einander übergehen.


Die Module von Jugend in Bewegung:


Zunächst wird in einem persönlichen TeilnehmerInnengespräch geklärt, ob eine Teilnahme am Projekt „Jugend in Bewegung" in Frage kommt. Im Anschluss findet die vierwöchige Clearing- und Orientierungsphase statt. Gestartet wird dabei mit einer Gruppenfindungs- und Motivationswoche. Im Anschluss erfolgen eine Persönlichkeitsanalyse zur Eignungsabklärung in Form von Aufmerksamkeits-Belastungstests, handlungsorientierte Testverfahren (Abtestung der sozialen Kompetenzen) sowie gesprächsorientierte Verfahren, bei denen über Aufnahmegespräche und Sozialanamnesen hinaus auch biographische Interviews zum Einsatz kommen. Dadurch können im Sinne einer Sozialanalyse die Bedingungen erfasst werden, die für die bisherigen Probleme der TeilnehmerInnen verantwortlich waren. Ausgehend davon werden in weiterer Folge eine ausführlichen Berufsorientierung und ein intensives Bewerbungstraining mit der Auseinandersetzung und Aufarbeitung der bisherigen Erfahrungen durchgeführt.

Aufbauend auf die Clearing- und Orientierungsphase folgt nun in der Integrationsphase die Eingliederung in die Partnerunternehmen. Die erarbeiteten Qualifikationsprofile der Jugendlichen bieten dazu die Grundlage. Schwerpunkt dieser Phase ist die Entwicklung über das „TUN". Der erlebnisorientierte Ansatz ermöglicht konkrete Erfahrungen, auf Basis derer die Jugendlichen für sich selbst eine Standortbestimmung vornehmen können und zeitgleich Schlüsselqualifikationen im arbeitsrealistischen Umfeld trainieren können. Der förderliche Charakter des Übungsfeldes soll Hemmschwellen und Ängste abbauen. Vor allem durch intensives Coaching und immer wieder stattfindende Feedbackgespräche soll so der /die Jugendliche stabilisiert und „jobready" gemacht werden.


In der letzten Seminarwoche werden die erlebten Praktikumserfahrungen ausgetauscht und im Rahmen eines Abschlussprojekts beispielsweise unter dem Titel „Mein Weg" präsentiert. Damit kann auch jenen Jugendlichen ihre Entwicklungsfortschritte bewusst und greifbar gemacht werden, bei denen eine Integration in den Arbeitsmarkt noch nicht erfolgt ist. Parallel dazu werden in intensiven Einzelcoachings die Perspektivenpläne mit weiteren Schritten erstellt.